Social Sharing-Tools im Cross-Channel-Marketing

Social Sharing-Tools im Cross-Channel-Marketing

Das heißeste Thema in Marketing und Kom­muni­kation ist ohne Zweifel Social Media Marketing. Obwohl viele Unternehmen immer noch prüfen, ob das Wasser angenehm temperiert ist, um ein Bad zu nehmen, haben andere Social Media bereits er­folg­reich in ihren Marketing-Mix integriert.

Social Media Marketing ist kein isoliertes Phänomen. Es ist Teil einer integrierten Cross-Channel-Strategie, wobei die einzelnen Kunden und seine Vorlieben im Mittelpunkt stehen. Und Cross-Channel-Marketing umfasst mehr als nur die gängigen Online-Kanäle. Eine erfolgreiche Cross-Channel-Strategie basiert auf guten Kenntnissen des Informations- und Kaufverhaltens der Zielgruppe und berücksichtigt, dass Kunden während dieses Prozesses von einem Kanal zum anderen wechseln.

Wesen und die Herausforderungen der Cross-Medialen Welt verstehen.

Der explosive Anstieg der Kommunikationskanäle durch Social Media bietet den Un­ter­neh­men heute eine sehr reiche und vielfältige Landschaft von Plattformen, Websites und On- und Offline-Medien, um ihre Kunden zu erreichen, sich mit ihnen zu verbinden und mit ihnen zu interagieren. Erfahrungen werden ausgetauscht und auch auf privater Ebene geteilt. Während eines Kaufprozesses wechseln Kunden und Kaufinteressenten von einem Kanal zum anderen, ohne auf die Präferenzen der Unternehmen zu achten. Die große Kunst ist es, alle genutzten Medien in den rich­ti­gen Formaten und mit den richtigen Bot­schaf­ten zu beschicken.

Eine aktuelle Studie besagt, dass inzwischen ein Drittel aller Verbraucher sich vor einem Kauf im stationären Handel im Internet informiert. Und schon länger hat sich her­aus­ge­stellt, dass viele Verbraucher sich zunächst in einem Printkatalog informieren, bevor sie im Online-Shop bestellen. CMSWire gab mir die Anregung zu diesem fiktiven Beispiel für die Nutzung verschiedenster Medien während des Kaufprozesses:

Peter liest einen Erfahrungsbericht über eine bestimmte Hardware, die er kaufen will, in der lokalen Zeitung. Er erinnert sich, dass er ein Magazin des Hardware-Herstellers per Post erhalten hat und liest dort über dieses Produkt nach. Es ist ein QR-Code im Magazin abgedruckt, der weitere Online-Informationen offeriert. Peter liest den QR-Code mit seinem Smartphone ein, um online auf die Produkt-Informationen zuzugreifen. Danach geht er zu seinem Laptop, um das Produkt im Online-Shop des Herstellers zu suchen. Allerdings kann er das Produkt dort nicht finden, und so schickt er eine E-Mail an das Unternehmen. Peter ist ein ungeduldiger Mann. Da er nach 15 Minuten keine Antwort hat, entscheidet er sich dazu, den Service anrufen um nach der Artikelnummer des Produktes und Bezugsquellen zu fragen. Er erhält verschiedene Angaben und mit Hilfe der lokalen Suche findet er in seiner Stadt Händler, die dieses Produkt führen. Am nächsten Tag geht Peter zu einem der lokalen Anbieter, erklärt anhand der Artikelnummer, was er haben möchte und kauft das Produkt schließlich im lokalen Geschäft.

Der Kunde ist das Bindeglied in der Cross-Medialen Welt.

Jedes Medium hat seine eigenen Eigenschaften, jeder Kunde ist individuell und hat sein eigenes Profil und die Zuordnung richtiger Inhalte zu den richtigen Kunden ist nicht ein­fach. Aber: Das gezielte Zusammenwirken verschiedener Kommunikationsformen ver­stär­ken die Kundenbindung – und damit langfristig auch den Umsatz – deutlich.

Unternehmen sehen die verschiedenen Medien häufig als parallele Kanäle, einzelne zur »OneToMany-Kommunikation«, andere zur »OneToOne-Kommunikation«. Aus Sicht der Unternehmen ist diese »Parallelsicht« solange verständlich, wie sie nicht erkennen, wo alle diese »Kanäle« zusammenlaufen: Beim Kunden.

Der Mensch ist das zentrale Bindeglied in der Cross-Medialen Welt. Das betrifft vor allem die Online-Medien. Die Menschen nutzen diese, um miteinander oder mit Unternehmen zu kommunizieren. Sie können relevante Inhalte mit Hilfe von sozialen Netzwerken einfach per Mausklick mit anderen teilen, und zwar egal, woher sie stammten, also aus einer E-Mail, einem Blogbeitrag, einem Status-Update auf Facebook oder einem Beitrag auf Google+. Einer der Hauptaspekte sozialer Medien ist die Vernetzung verschiedener Plattformen und Dienste untereinander, die das Sharing von Content, Bookmarks, Meinungen, etc. netz­werk­über­greifend und mit verschiedenen Menschen möglich macht.

Social Sharing Buttons erhöhen Klickraten

Scheinbar ist diese Erkenntnis bei vielen Unternehmen noch nicht durchgedrungen. Eine Studie von BrightEdge zeigte, dass fast die Hälfte der »Top 10.000 Websites« keinerlei Social Sharing Buttons oder Social-Media-Links auf ihrer Website eingebunden haben. Nur 53,6 Prozent dieser Top-Websites bieten Social Sharing Tools oder Links auf ihrer Homepage an, obwohl alleine die Einbindung eines Twitter-Buttons dazu führt, dass die Inhalter 7x häufiger geteilt werden.

Eine Studie von GetResponse [Infografik] zeigt ähnliche Ergebnisse: Nur 51,9% haben demnach einen »Social Share Button« eingebunden, 40,6% nutzen zwei dieser Plugins, 7,4% drei und nur 0,1% vier Buttons. Die Unternehmen, die mindestens drei Social Sharing Buttons eingebunden haben, erzielten damit eine um 55% höhere Click-Through-Rate (CTR). Zunehmend werden Social Sharing Buttons auch in E-Mails eingebunden (18,3%), das ist wenig, wenn man bedenkt, dass die CTR bei E-Mails mit Share Buttons um 115% höher liegt als bei E-Mails ohne Share Button (5,6% zu 2,6%). Also: Worauf warten Sie noch?

 

Weiterführende Links:
LEGO Club Magazine & the Power of Print
Studie,
scribbal, Websites With Twitter Share Button Installed Get 7x More Shares
Link
CMSWire

 

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Bilder: ishp Consulting, depositphotos.com

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