
Im Nordosten der Republik wohnen die größten Social Media-Muffel: In Mecklenburg-Vorpommern nutzt nur jeder zweite Onliner (52 Prozent) Facebook, Twitter oder andere Social-Web-Angebote. Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist Rheinland-Pfalz: Hier haben die meisten Internetnutzer die Social Media-Welt für sich entdeckt (73 %). Das ist das Ergebnis der Studie „Social Media-Atlas 2011“ von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.
(Quelle: Pressemeldung Faktenkontor).
In der Pressemitteilung heißt es weiter:
Insgesamt sind 64 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile in Social Media-Netzen wie Facebook, Xing, StudiVZ oder Twitter unterwegs.
Nach einer kürzlich veröffentlichten comScore-Studie sind es annähernd 90%: «Online Population Visiting Social Networks 89.6%», heißt es dort. Das sind doch schon erhebliche Unterschiede und zeigt die Unsicherheit mit der solche Studien behaftet sein können. Damit Sie sich ein Urteil bilden können, habe ich hier die Methodik beider Studien verglichen:
Faktenkotor | comScore |
Grundgesamtheit:4.230Teilnehmer.Onlinerepräsentativ nachAlter, Geschlecht und Bundesland, quotiert auf Basis der InternetFacts der AGOF(ArbeitsgemeinschaftOnline-Forschung). Für regionale Aussagen wurden je Bundesland mindestens 200Personen* befragt. Befragungszeitraum: 16. bis 27.Oktober2011 |
GSMA Mobile Media Metrics (MMM) is a partnership between the GSM Association (GSMA), comScore, and the UK’s 4 mobile operators: O2, Vodafone, EverythingEverywhere and 3UK. MMM provides a census-level solution for mobile media reporting, taking irreversibly anonymised mobile Internet usage data from 3 of the 4 UK mobile operators. The census data collected from the operators is ascribed with demographic data collected from a permission-based sample of mobile users. MMM delivers key market-level mobile web visitation and engagement metrics, as well as usage figures for connected apps. |
14- bis 29-Jährige besonders Social Media-affin
Die Studie unterscheidet die Internetnutzer in drei Gruppen:
- Die Social Media-Nutzer mit einem Anteil von 64 %.
Bei den Social Media-Nutzern liegt YouTube vorn. Hier das in der Studie beschriebene Ranking der verschiedenen Plattformen:
1. YouTube 76%
2. Facebook 69%
3. Xing 57%
4. MyVideo 54%
5. Twitter 52%
6. Wer-kennt-wen 50%
7. StayFriends 44% - Die Social Media-Nutzungsplaner mit 7%.
Diese Gruppe nutzt Social Media-Plattformen derzeit nicht, plant aber, solche Seiten zukünftig zu nutzen. 67% planen “private Netzwerke” wie z. B. Facebook zu nutzen, 23% beabsichtigen das für “berufliche Netzwerke” wie z. B. Xing. Interssant erscheint mir die Unterscheidung in ‘privat’ und ‘beruflich’. 😉 Wenn nach der Beliebtheit der diversen Plattformen unter den Nutzunsplanern gefragt wird, würden 73% Youtube, 70% Facebook und 32% Twitter nutzen. Wie das mit den 67%, die “private Netzwerke” nutzen wollen, zusammengebracht werden soll, ist mir ein Rätsel. - Die Social Media-Verweigerer mit immerhin 29%.
29 Prozent erteilen Social Media eine grundsätzliche Absage. Sie besuchen derzeit keine der Plattformen und haben es auch nicht vor. Die Gründe: Sechs von zehn Social Media-Verweigerern interessieren sich generell nicht für das Thema. Darüber hinaus haben immerhin knapp 40 Prozent Angst um ihre Daten.
Aufgeschlüsselt nach Alter erweisen sich die 14- bis 29-Jährigen als die mit Abstand aktivsten Nutzer (86 Prozent). Bei den Geschlechtern bestehen ebenfalls Unterschiede: So sind Frauen deutlich Social Media-affiner als Männer. Da demografische Daten in der Kurzfassung nicht ausgeworfen werden, die Angaben für die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen in etwa mit den comScore-Daten für die Gruppe der 14- bis 34-Jährigen übereinstimmt (86% bzw. etwa 89%), gebe ich hier die Demografie nach comScore wieder.
Kurzfassung der Studie
Die Studie können Sie – sofern Sie von der Qualität überzeugt sind – über IMWF für schlappe 390 EUR zzgl. MwSt erwerben. Eine Kurzfassung steht hier zum Download bereit und ist nachfolgend eingebunden.
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Bilder: ishp consulting, depositphotos.com