Die Cloud serviert dem FBI, der CIA und NSA

cloud computing google serviert dem FBI

Google bestätigt Abfragen von Nutzerdaten durch US-Geheimdienste. Auch europäische Google-Server seien nicht ausgenommen. das berichtet die WirtschaftsWoche. Bereits im Juli berichtete das Handelsblatt über die Vorstellung von Microsofts Cloud Lösung Office 365, bei deren Vorstellung Gordon Frazer, Managing Director von Microsoft Großbritannien, viel Aufregung auslöste. Er erklärte, dass Microsoft und andere US-Cloud-Anbieter unter Umständen Kundendaten an das FBI und andere US-Behörden weitergeben müssen, auch wenn die Daten in europäischen Rechenzentren liegen. Ein Dokument im Microsoft „Trust Center“ weist ebenfalls auf die Möglichkeit einer Datenweitergabe hin. Grundlage dafür ist vor allem der USA Patriot Act. Frazers Worte hätten Microsoft “Millionen” potentieller Vertragsabschlüsse gekostet, berichtet ZDNet.com und beruft sich dabei auf einen ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter, der immer noch in enger Verbindung mit dem Konzern steht.

Viele deutsche Unternehmen nutzen bereits Clouds von US-Anbietern oder planen deren Nutzung. Sie stehen jetzt vor der Frage, ob sie Cloud-Anbieter aus den USA überhaupt beauftragen dürfen, wenn auf Grundlage des USA Patriot Acts Zugriffe auf Daten drohen. Weiter stellt sich die Frage, ob bestehende Verträge möglicherweise angepasst werden müssen.

Patriot Act bremst Cloud aus

Silicon.de berichtete kürzlich, dass Sicherheits- und Datenschutzfragen zu den Hauptbedenken deutscher CIOs zählen, wenn es um die Einführung von Cloud-Computing-Lösungen geht:

Zuletzt hatte in diesem Zusammenhang auch die Rolle des USA Patriot Act für Wirbel gesorgt. In der Folge verabschieden sich nach einem Zeitungsbericht offenbar mehr und mehr deutsche Firmen endgültig von ihren Cloud-Plänen.

Nach Angaben der Financial Times wurde das während mehrere privater Meetings deutlich, zu denen sich Vertreter der Financial Times mit IT-Chefs aus Deutschland und der Schweiz im vergangenen Monat getroffen haben.

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