Nur 1 Prozent der Facebook-Fans interagieren mit Marken

Macht Social Media die Welt besser

In einem älteren Artikel hatte ich die Frage gestellt: Was bedeutet ein Facebook »Like« eigentlich? Ich schrieb damals: »Ein “Gefällt mir” ist nicht von sehr großer Bedeutung«.

Eine Untersuchung von Ehrenberg-Brass, bei der die Facebook-Pages von 200 Top Marken unter­sucht wurden, bestätigen diesen Befund. Das Institut hat die Bereitschaft der Fans zur In­ter­ak­tion mit Seiten, die sie geliked haben, untersucht.

Grund­lage der Untersuchung war die Facebook-Metric » People Talking About This«, erhoben wurde diese Größe auf Pages von Top Marken, unter ihnen Seiten wie Procter & Gamble oder Coca-Cola. Und die Ergebnisse sind ziemlich ernüchternd aber nicht überraschend, denn im Durchschnitt sind weniger als ein halbes Prozent dazu bereit. (Quelle)

0,45 Prozent der ‘Fans’ interagieren mit Seiten, die sie ‘geliked’ haben.

Das Institut erhob den Wert (xx sprechen darüber) über einen Zeitraum von 14 Tagen bei den 200 größten Seiten auf Facebook. Durchschnittlich lag der Wert bei gerade 1,3% der Gesamtzahl von Fans einer Seite. Zieht man davon die Zahl der neuen Likes ab, dann kommt man auf durchschnittlich 0,45% ‚echter‘ Interaktionen. Also weniger als ein halbes Prozent der Nutzer, die eine Seite »geliked« haben, interagieren in der Folge auf irgend­eine Weise (Kommentare, Likes, Updates) mit der Seite.

Dieser Befund deckt sich ziemlich gut mit Daten, die Big Spaceship veröffentlicht hat und die die Interaktion der Fans von 10 großen Facebook-Pages listen. Hier liegt der Durch­schnitts­wert bei 0,92%. Die Daten beinhalten wohl auch die »neuen Likes«, da es sich um eine Momentaufnahme handelt.

Macht Social Media die Welt besser
Daten: Big Spaceship

Man könnte annehmen, diese Zahlen führen zu einem nur negativen Urteil hinsichtlich der Marken-Bindung. Aber dies ist nicht unbedingt der Fall. Karen Nelson-Field – senior research associate Ehrenberg-Bass Institute – sagt dazu:

I don’t think it’s a bad thing, People need to understand what it can do for a brand and what it can’t do. Facebook doesn’t really differ from mass media. It’s great to get decent reach, but to change the way people interact with a brand overnight is just unrealistic.

Sie verweist auf eine andere Studie, bei der ein Verbraucher-Panel von Fans zweier nicht näher genannten Marken aus dem Schokoladen-und Soft-Drink-Markt befragt wurde. Diese Studie zeigte, dass unter den Facebook-Fans eine deutlich höhere Kaufbereitschaft festgestellt wurde. Außerdem eignet sich eine treue »Fan-Basis« für die Marktforschung. Das ist doch immerhin ein Lichtblick, oder?

 

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Bilder: ishp Consulting, depositphotos.com

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