Mars Attacks! Marketing zwischen Mythos und Wahrheit

Social Blogging Wie Social Media Teams strukturiert sind.

Die wachsende Komplexität von Kommunikation und Marketing schlägt sich nur bedingt in der Realität deutscher Unternehmen nieder. Bei digitalen Kom­muni­kationskanälen sind 85% der Entscheider nach eigenen Angaben überfragt. Nur 15% haben ein klares Verständnis, welchen Mehrwert die ein­zel­nen Kom­munikationskanäle liefern. Bei den anderen bestehen erhebliche Wissenslücken.

Ist das in den USA anders? Man könnte es durch­aus annehmen: «Als Marketiers leben, essen, atmen und schlafen wir Marketing. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Tools und Kanälen, die wir bei unserer Arbeit nutzen können», schreibt Morgan Stewart von Trendline Interactive im ExactTargert-Blog.

Das scheint die Marketiers dann doch deutlich von den “normalen” Verbrauchern zu unter­schei­den, oder nicht? Die Substanz dieses Selbstverständnisses haben die Forscher hinter dem Interactive Marketing Hub™ für den US-Markt untersucht.

Kommen die «Marketiers vom Mars»?

Die auf einer Befragung von mehr als 1.200 US-Konsumenten und mehr als 400 US-Marketern basierenden Studie wurde nun als 20. Report der Reihe «Subscribers, Fans, & Followers» veröffentlicht. Die Serie — über die ich schon mehrfach berichtet habe — bietet exklusive Einblicke in das Online-Verhalten von Konsumenten und wie diese mit Marken interagieren.

Marketiers sind naturgemäß keine typischen Verbraucher. Man könnte glauben, sie seien ständig erreichbar, Smartpohnes sind mit ihren Handflächen verwachsen und für die Nutzung der Kommunikationskanäle wie E-Mail, Facebook und Twitter warten sie sehn­süchtig auf Google Glasses. Dieses möglicherweise doch “außerirdische” Kommuni­ka­tions­ver­halten haben die ExactTarget-Forscher ins Bild der «Marketiers vom Mars» gesetzt.

Die nun in Marketers vom Mars veröffentlichte Studie sollte zwei primäre Fragen beantworten:

  1. Wie unterscheiden sich die digitalen Gewohnheiten der Marketiers von denen der typischen Verbraucher?
  2. Resultieren aus diesen Unterschieden auch unterschiedlichen Prioritäten?

Der Besitz eines Smartphones lassen Konsumenten wir Marketiers agieren.

While we did find that the habits of marketers and consumers are very different in many ways, we also found a few things that surprised us

schreibt @MoStew im Blog. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass die Unterschieder zwischen Marketiers und Verbrauchern nahezu aufgehoben werden, sobald die “normalen” Ver­brau­cher ein Smartphone besitzen. Allerdings besaßen nur die Hälfte der Befragten ein solches Gerät. Das sollten Marketingverantwortliche beachten, denn auch diese Verbraucher geben ihr Geld online aus, allerdings

They don’t check in, they don’t Tweet at events, they can’t scan QR codes, and they can’t use your mobile coupon.

49% der Konsumenten nutzen kein Smartphone

Die Marketiers, die nie in Betracht ziehen ohne ihr Smartphone im Schlepptau unterwegs zu sein, sollten sich daran erinnern, dass 49% der Verbraucher immer noch kein Smartphone ihr Eigen nennen. Diese entscheidende Tatsache hat einen großen Einfluss darauf, wie, wo und wann Vermarkter versuchen müssen, die Verbraucher zu erreichen.

Marketiers vom Mars E-Mail Facebook Twitter

Interaktion & Einkauf mit einem Smartphone

Wenn es um die Interaktion mit Marken online und Einkäufen geht, zeigt ein direkter Vergleich, dass Marketer und Verbraucher mit Smartphones sehr unterschiedliche Schwerpunkte haben:
Marketiers vom Mars E-Mail Facebook Twitter

Normale Menschen telefonieren tatsächlich noch

Hier noch einige andere Ergebnisse:

  • «Marketing leben, essen, atmen und schlafen» ist offensichtlich anstrengend. Die meisten Marketiers würden ihr “digitales Leben” abspecken, wenn ihr Beruf es nicht erforderte.
  • Verbraucher mit Smartphones nutzen bestimmte soziale Netzwerke wie Pinterest, Instagram und Foursquare häufiger als Vermarkter.
  • “normale” Konsumenten rufen sich tatsächlich gegenseitig an! Ein relativ hoher Prozentsatz der Verbraucher informiert ihre Freunde und Familie telefonisch über Produkte.
  • Verbraucher priorisieren die individuelle Ansprache durch das Marketing. E-Mail, Website und Facebook waren die Top 3 unter den Kanälen, die ihr “Lieblings-Unternehmen” nutzen sollte, um die Bindung an das Unternehmen zu stärken. Die Priorität der Facebook-Nutzung stuften beide Gruppen ziemlich gleich ein.
  • Einen hohen Stellenwert in ihrer Hitliste räumten die Konsumenten der Beratung im Ladengeschäft ein. Im Gegensatz dazu dachten die Marketing-Profis weniger daran als an Smartphone-Apps, Twitter, SMS-Programme und die Qualität der Inhalte.

Marketiers vom Mars E-Mail Facebook Twitter

 

Den 20. Report Marketers from Mars können Sie nach kurzer Anmeldung hier herunterladen. Oder klicken Sie sich durch diese Präsentation.

 

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Weiterführende Links
Exacttarget: Marketers From Mars
Bilder: Exacttarget, ishp Consulting

 

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