Facebook vs. Twitter: Mehr Traffic, weniger Klicks

digital_immigrant
Grafik: RutZero/Flickr

»Social Media ist mehr als Facebook«. Oft und leicht dahergesagt, enthält dieser Satz doch mehr Wahr­heit als weithin angenommen. Wer aufgrund des Hypes um den blauen Riesen noch schnell auf den Zug aufgesprungen ist, muss nun möglicherweise seine gesamte Online-Strategie überdenken: Wäh­rend mehr als drei Viertel des gesamten Traffics auf allen Sozialen Plattformen durch Facebook erzeugt wird, sind die Klickraten eher klein und liegen deutlich unter denen auf Twitter.


Business Insider
zitiert eine Studie des Marketing-Unternehmens SocialTwist, nach der Twitter eindeutig die bessere Wahl ist, wenn es um Social Media Marketing geht. Zwar generiert Twitter nur 5 % des Traffics (Facebook 78 %), hat mit durchschnittlich 19 Klicks pro Link gegenüber Facebook mit nur 3 Klicks im Durchschnitt hier ganz klar die Nase vorn.

Auch andere Faktoren beachten.

Allerdings spielen neben den Klickraten oder der Anzahl von Klicks pro beworbenem Link auch andere Faktoren eine Rolle, geht es um die Auswahl einer Social Media Plattform. Wenn Sie zwischen Twitter und Facebook wählen müssen, weil Sie nicht beide Platt­tfor­men nutzen können oder wollen, sollten Sie die folgenden Vor-und Nachteile beider Platt­formen beachten, zusam­mengestellt von PCWorld und hier nur knapp zusammen­gefasst:

Für Twitter spricht:

  • 165 Millionen registrierte Nutzer und 100 Millionen Tweets pro Tag.
  • Das neue Twitter-Interface bietet einen Split-Screen und Ansichtsteilfenster für Fotos und Videos von mindestens 16 verschiedenen Plattformen wie Flickr, YouTube und TwitPic.
  • Umfassendere und zielgenauere Möglichkeiten der Werbung.
  • Gute Tools von Drittanbietern zur Nutzung, Statistik, Suche, Analyse und mehr.

Gegen Twitter spricht:

  • Twitter ist wie ein Cocktail-Party, bunt und schnelllebig.
  • Sicherheitsprobleme durch Linkverkürzer.
  • Relativ häufig überlastet.

Für Facebook spricht:

  • 600 Millionen Nutzer. Facebook ist jetzt beliebter als Google.
  • Zuverlässigkeit
  • Seit langer Zeit schon Einbindung von Multimedia-Tools wie Video, Fotos, Quiz und Nachrichten.

Gegen Facebook spricht:

  • 600 Millionen Nutzer jeder Couleur, schwierig die Zielgruppe zu treffen.
  • Bisher nicht belegbarer Return on Investment.
  • Zeitintensiv, nicht geeignet für kurzfristige Kampagnen. Langfristiges Engagement unbedingt erforderlich.

Sie sehen, beide Soziale Plattformen haben Vor- und Nachteile. Ich meine, dass (unter Marketing-Gesichtspunkten betrachtet) Twitter die bessere Wahl ist, wenn Sie sich zwischen beiden entscheiden müssen. Twitter hat zwar die kleinere Nutzerzahl, erfordert aber weniger Zeit und bietet den besseren Return on Investment bei zielgenauerer Ansprache. Die höheren Nutzerzahlen von Facebook sind Vorteil und Nachteil zugleich. Leicht geht die eigene Präsenz auf Facebook im riesigen Meer der Angebote unter.

Was ist Ihre Meinung, welcher Plattform geben Sie unter welchen Gesichtspunkten den Vorzug?

1 Kommentare

  1. Ehrlich gesagt, ist mir Ihre Aussage zu generell wenn es um eine Entscheidung für eine Kampagne die in Deutschland realisiert werden soll geht.
    Ich würde hier die Zahlen aus der DACH Region mit einbeziehen, keine weltweiten. Auch bei den Zahlen zur CTR wüsste ich gerne ob diese auch für Deutschland gelten? Außerdem müsste man wissen wie das Targeting aufgestellt ist.
    So leicht kann ich mich nicht entscheiden.

Schreibe einen Kommentar zu KYM Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*