E-Mail Marketing in sozialen Netzwerken

E-Mail Marketing in sozialen Netzwerken

Vor einigen Tagen hatte ich hier im Blog über die Studie «Global Digital Communication: Texting, Social Networking Popular Worldwide» von PewResearch berichtet. Die Studie zeigt, dass in Deutschland mehr Internet-Nutzer Social-Networking-Sites nicht nutzen, als um­ge­kehrt. Während 35% der deutschen Er­wachse­nen online sind und Social-Networking-Sites nutzen, gehen 44% zwar online, nutzen Social Media aber nicht. Im Umkehrschluss heißt das, 44% der Onliner sind durch «Social Media Marketing» nicht erreichbar. Eine Studie von contactlab liefert weitere interessante Einblicke.

Über ein Drittel der Internetnutzer (36%) können nur über Newsletter erreicht werden. Das relativiert den Eindruck, dass E-Mail-Marketing ein altmodischer Kanal ist, der nur die Ein-Wege-Kommunikation erlaubt und von den Kunden ignoriert wird, doch erheblich. Das Gegenteil ist richtig: Die verbreitete Nutzung von Social Media hat aus der E-Mail einen noch leistungsfähigeren Marketing-Kanal gemacht, der nahtlos in Social Media integriert werden kann und auch die Internetnutzer erreicht, die die sozialen Netzwerke bisher ignorieren.

E-Mail ist nach wie vor das Rückgrat im digitalen Dialog mit den Konsumenten.

Das Marketing-Unternehmen eCircle hatte bereits 2010 die Studie zu Social Media und E-Mail in Deutschland vorgelegt. Ein zentrales Ergebnis dieser Studie war:

Über ein Drittel der Internetnutzer (36%) können nur über Newsletter erreicht werden. Zudem werden nahezu alle 15% der Fans und Follower von Unternehmensprofilen auch per Newsletter erreicht. Unternehmen müssen daher in der Lage sein, Nachrichten kanalübergreifend zu koordinieren.

Marketing Strategie Plan Social Media Integration Grund fuer EMail Sharing in Social Media

Newsletter werden auch über soziale Netzwerke geteilt.

Marketing Strategie Plan Social Media Integration Das Google+ Projekt

Die einkommensstarke Zielgruppe der 20-49-jährigen wird am besten durch die Kombination aus E-Mail-und Social Media Marketing erreicht. Eine Umfrage von Merkle (View From the Digital Inbox 2011) zeigt, dass 42% der Social Media-Nutzer ihre E-Mail mehr als vier mal pro Tag checken, gegenüber gerade 24% der Nicht-Nutzer von Social Media. Darüber hinaus können Social Media-Nutzer die Inhalte Ihrer E-Mails oder Newsletter innerhalb ihrer persönlichen Netzwerke teilen, was Ihren Mailing-Kampagnen zusätzliche Reichweite verleit. 8 % der Befragten haben einen Newsletter über ein soziales Netzwerk weiter­geleitet, während 17% dazu die klassische Methode gewählt haben („einem Freund empfehlen“ oder manuell weiterleiten). Das Hinzufügen von “Social Sharing” Buttons in Ihre E-Mails/Newsletter erhöht die Reichweite um satte 24 %, so eine ( Umfrage von Silverpop).

«Interessante Inhalte» und Sonderangebote sind Gründe für E-Mail-Sharing.

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Interessant ist, dass die Gründe für das Teilen oder Weiterleiten die gleichen sind, die auch zum Teilen von Inhalten in den sozialen Netzwerken führen: Mit steigender Tendenz geben 45 Prozent der Befragten «Sonderangebote und Preis­nach­lässe» als Grund für das Teilen oder Weiter­leiten eines Newsletter an. Für 57% sind interessante Inhalte wichtig. Mangelnde Relevanz ist einer der Hauptgründe, warum Inhalte nicht geteilt werden. Interessanterweise geben 8 % der Befragten an, dass sie noch keine Inhalte weiter­geleitet haben, weil der Newsletter keine Möglichkeiten zur automatischen Weiter­leitung (etwa einen „Share this“-Button) beinhaltete.

«Social Share»-Buttons in Newsletter einbauen.

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Es ist ein Trauerspiel, dass ein zunehmender Anteil (9 Prozent) deutscher Newsletter-Abonnenten nicht weiß, wie sie den Newsletter an andere weiterleiten können. Daher ist es sinnvoll, die E-Mail um das Thema Weiterleitung zu stricken. Nicht nur der Share-Button ist wichtig, sondern auch der mögliche Beitritt zu einer Facebook- oder Google+ -Seite. Es empfiehlt sich, den Share-Link sowohl als Bild als auch als Text zu realisieren und dem Nutzer die Aktion direkt ans Herz zu legen (Handlungsaufforderung). Auch ist es hilfreich, einen «Tweet me»-Button einzubauen: Am besten funktionieren in den USA E-Mails mit mehr als drei Weiterleitungsoptionen. Die User klicken 55 % häufiger.

Aber auch umgekehrt wird ein Schuh daraus. Auf einer Facebook-Page liegt der Fokus regelmäßig auf dem Generieren von Likes zu Beginn und dann Kommentaren oder Weiterleitungen in der Regelkommunikation. Silverpop hat festgestellt, dass nur rund zehn Prozent der analysierten Fanpages einen feststehenden Navigationsbutton hatten, der die Anmeldung zum Newsletter ermöglichte.

Weiterführende Links:
Download der Studie E-mail Marketing Consumer Report: http://www.de.contactlab.com/email-marketing-report-europe
ishp Consulting, E-Mail in Social Media integrieren
HubSpot-Umfrage: State of Inbound Marketing 2011
eCircle, Die umfassendste Studie zu Social Media und E-Mail in Deutschland und Europa

 

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Bilder: eCircle, contactlab, ishp Consulting, depositphotos.com

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